Die beiden Gedichte des Johannes Apokaukos auf die heiligen Märtyrer Minas, Hermogenes und Eugraphus

Die beiden Gedichte des Johannes Apokaukos auf die heiligen Märtyrer Minas, Hermogenes und Eugraphus

Maria TziatziHS 31

Das erste Gedicht auf die heiligen Märtyrer Minas, Hermogenes und Eugraphus ist die zweitumfangreichste Dichtung unter den 16 uns bekannten Gedichten des Johannes Apokaukos, die im Codex Petropolitanus gr. 250 (Nr. 454 Granstrem), ff. 78v-81v überliefert sind. Es besteht aus 56 byzantinischen Zwölfsilbern und muss bei der Pannychida zum Fest des Gedenkens an eben diese Heiligen (das am 10. Dezember gefeiert wird) als gereimtes Vorspiel der feierlichen Lobrede zu ihren Ehren vorgetragen worden sein. Es bezieht sich hauptsächlich auf das Martyrium dieser drei Heiligen und preist sie für ihre Tugenden, die sie während ihres Martyriums gezeigt haben. Diesem Gedicht folgt ein zweites langes Gedicht über dieselben Heiligen (mit dem Titel Εἰς τοὺς αὐτούς), das aus 33 byzantinischen Zwölfsilbern besteht und dessen Hauptthema das ins Meer geworfene eiserne Reliquiar der Heiligen und dessen Auffindung ist. In diesem Beitrag werde ich beide Gedichte vorstellen und sie philologisch kommentieren, indem ich ihren Text kritisch wiederherstelle und die hagiologischen, biblischen und patristischen Quellen des Dichters identifiziere, die deren frühere Herausgeber und Forscher zu diesen Gedichten nicht identifiziert haben. Darüber hinaus untersuche ich anhand dieser beiden umfangreichen Gedichte die Hauptmerkmale des poetischen Oeuvres des Apokaukos, seinen Stil, sein Metrum und seine Sprache.

Tue 8:30 am - 10:00 am